ZeroCovid-Kampagne veröffentlicht Stufenplan zur Pandemiebekämpfung

Im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels am Mittwoch, 3. März, legt die ZeroCovid-Kampagne einen eigenen Stufenplan zur Pandemiebekämpfung vor. Unter dem Titel “Die Pandemie hinter uns lassen: In drei Stufen auf die Null!” werden drei Stufen von der Vollbremsung über die vorsichtige Öffnung zur Grünen Stufe beschrieben.

Gizem Fesli, Pressemitarbeiterin der ZeroCovid-Kampagne, erläutert die Risikostufe 1 “Vollbremsung” (Inzidenz über 10): “Die Stufe “Vollbremsung” erfordert sofortiges umfassendes Handeln, um eine exponentielle Ausbreitungsdynamik zu unterbinden. Damit sollen gerade angesichts der Gefahr durch die Mutationen viele Infektionen mit Langzeitfolgen (#longcovid) sowie ein weiteres Massensterben verhindert werden. Bis zu einer Inzidenz von 10 gilt: Wirtschaft, Einzelhandel und Schulen bleiben geschlossen. Wo lebensnotwendige Arbeit weitergeführt werden muss, muss diese möglichst im HomeOffice durchgeführt werden. Die Kosten des HomeOffice sind durch den Arbeitgeber zu tragen. Zudem muss umgehend die Impfstoffproduktion für die ärmeren Länder durch die reichen Länder finanziert werden.”

Zur Risikostufe 2 “Vorsichtige Öffnung” (Inzidenz unter 10) führt Fesli aus: “Die Priorität in der Stufe “Vorsichtige Öffnung” liegt auf Lockerungen im Bildungsbereich, insbesondere bei den Kitas und Schulen. Parallel soll eine vorsichtige Öffnung des Freizeit- und Kulturbereichs erfolgen, damit die Bevölkerung wieder einen Ausgleich zu den massiven psychosozialen Belastungen der Pandemie erfährt. In dieser Phase sollen zudem Ansätze einer sozial gerechten, zukunftsweisenden Gesundheitspolitik und Gesundheitsförderung etabliert werden. Im Pflegebereich sollen die Löhne mindestens verdoppelt werden, zudem sollen psychosoziale Beratungs- und Therapieangebote massiv gestärkt werden.”
In dieser Stufe müssen zudem durch die Unternehmen intensivste Anstrengungen unternommen werden, um Arbeitsplätze auf eine infektionssichere Rückkehr der Arbeiter*innen vorzubereiten.

Die sogenannte Grüne Stufe ab einem Inzidenzdwert unter 5 steht für die ZeroCovid-Kampagne unter dem Vorzeichen “Runter auf Null und Prävention künftiger Pandemien”. Gizem Fesli bemerkt dazu: “In der Grünen Stufe ist das Ziel, die Infektionen dauerhaft auf Null zu drücken. Unternehmen, die auf Basis umzusetzender Hygiene-Konzepte wieder öffnen, werden regelmäßig unangekündigt durch den Arbeitsschutz kontrolliert. Alle Unternehmen, die die Hygiene-Regeln nicht beachten, werden stillgelegt. Zudem müssen drastische Schritte zur Prävention weiterer Pandemien initiiert werden. Wir müssen die extensive Landwirtschaft und industrielle Massentierhaltung stoppen und die Treibhausgasemissionen massiv reduzieren. Es gilt Naturzerstörung und Klimakrise konsequent zu bekämpfen, um ein Zeitalter der Pandemien zu verhindern. Auch Früherkennungssysteme und vorausschauende Forschungsfinanzierung sind entscheidend, um zukünftige Pandemien rechtzeitig zu verhindern. “

Flankiert werden alle Stufen von deutlichen sozialpolitischen Maßnahmen, etwa der Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf 100 Prozent, des sofortigen Kündigungsschutz für Arbeiter*innen sowie eines Mietenstopps, der Aussetzung von Zwangsräumung sowie von Abschiebungen. Im Bildungsbereich sollen ungenutzte Räume von Unternehmen in Lernräume umgewidmet werden, um kurzfristig mehr Platz zu schaffen. Zur Finanzierung der Maßnahmen sollen Sonderabgaben auf Unternehmensgewinne und sehr hohe Vermögen erhoben werden.

Den Aufruf der Kampagne #ZeroCovid haben mittlerweile mehr als 100.000 Menschen unterschrieben. Der vorgelegte Stufenplan formuliert Maßnahmen für alle drei Stufen in jeweils 5 Handlungsfeldern (Wirtschaft/Soziales, Bildung, Gesundheit, Wohnen, Freizeit/Einzelhandel) aus.

Pressemitteilung vom 02.03.2021

ZeroCovid-Kampagne veröffentlicht Stufenplan zur Pandemiebekämpfung

ZeroCovid-Stufenplan zur Pandemiebekämpfung veröffentlicht +++ Stufe 1: Unternehmen, Einzelhandel und Schulen schließen +++ Stufe 2: Bildung und Freizeit lockern +++ Stufe 3: Konsequenter Arbeitsschutz und Prävention künftiger Pandemien durch drastischen Umweltschutz 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels am Mittwoch, 3. März, legt die ZeroCovid-Kampagne einen eigenen Stufenplan zur Pandemiebekämpfung vor. Unter dem Titel “Die Pandemie hinter uns lassen: In drei Stufen auf die Null!” werden drei Stufen von der Vollbremsung über die vorsichtige Öffnung zur Grünen Stufe beschrieben. 

Gizem Fesli, Pressemitarbeiterin der ZeroCovid-Kampagne, erläutert die Risikostufe 1 “Vollbremsung” (Inzidenz über 10): “Die Stufe “Vollbremsung” erfordert sofortiges umfassendes Handeln, um eine exponentielle Ausbreitungsdynamik zu unterbinden. Damit sollen gerade angesichts der Gefahr durch die Mutationen viele Infektionen mit Langzeitfolgen (#longcovid) sowie ein weiteres Massensterben verhindert werden. Bis zu einer Inzidenz von 10 gilt: Wirtschaft, Einzelhandel und Schulen bleiben geschlossen. Wo lebensnotwendige Arbeit weitergeführt werden muss, muss diese möglichst im HomeOffice durchgeführt werden. Die Kosten des HomeOffice sind durch den Arbeitgeber zu tragen. Zudem muss umgehend die Impfstoffproduktion für die ärmeren Länder durch die reichen Länder finanziert werden.” 

Zur Risikostufe 2 “Vorsichtige Öffnung” (Inzidenz unter 10) führt Fesli aus: “Die Priorität in der Stufe “Vorsichtige Öffnung” liegt auf Lockerungen im Bildungsbereich, insbesondere bei den Kitas und Schulen. Parallel soll eine vorsichtige Öffnung des Freizeit- und Kulturbereichs erfolgen, damit die Bevölkerung wieder einen Ausgleich zu den massiven psychosozialen Belastungen der Pandemie erfährt. In dieser Phase sollen zudem Ansätze einer sozial gerechten, zukunftsweisenden Gesundheitspolitik und Gesundheitsförderung etabliert werden. Im Pflegebereich sollen die Löhne mindestens verdoppelt werden, zudem sollen psychosoziale Beratungs- und Therapieangebote massiv gestärkt werden.” 
In dieser Stufe müssen zudem durch die Unternehmen intensivste Anstrengungen unternommen werden, um Arbeitsplätze auf eine infektionssichere Rückkehr der Arbeiter*innen vorzubereiten.

Die sogenannte Grüne Stufe ab einem Inzidenzdwert unter 5 steht für die ZeroCovid-Kampagne unter dem Vorzeichen “Runter auf Null und Prävention künftiger Pandemien”. Gizem Fesli bemerkt dazu: “In der Grünen Stufe ist das Ziel, die Infektionen dauerhaft auf Null zu drücken. Unternehmen, die auf Basis umzusetzender Hygiene-Konzepte wieder öffnen, werden regelmäßig unangekündigt durch den Arbeitsschutz kontrolliert. Alle Unternehmen, die die Hygiene-Regeln nicht beachten, werden stillgelegt. Zudem müssen drastische Schritte zur Prävention weiterer Pandemien initiiert werden. Wir müssen die extensive Landwirtschaft und industrielle Massentierhaltung stoppen und die Treibhausgasemissionen massiv reduzieren. Es gilt Naturzerstörung und Klimakrise konsequent zu bekämpfen, um ein Zeitalter der Pandemien zu verhindern. Auch Früherkennungssysteme und vorausschauende Forschungsfinanzierung sind entscheidend, um zukünftige Pandemien rechtzeitig zu verhindern. “

Flankiert werden alle Stufen von deutlichen sozialpolitischen Maßnahmen, etwa der Anhebung des Kurzarbeitergeldes auf 100 Prozent, des sofortigen Kündigungsschutz für Arbeiter*innen sowie eines Mietenstopps, der Aussetzung von Zwangsräumung sowie von Abschiebungen. Im Bildungsbereich sollen ungenutzte Räume von Unternehmen in Lernräume umgewidmet werden, um kurzfristig mehr Platz zu schaffen. Zur Finanzierung der Maßnahmen sollen Sonderabgaben auf Unternehmensgewinne und sehr hohe Vermögen erhoben werden. 

Den Aufruf der Kampagne #ZeroCovid haben mittlerweile mehr als 100.000 Menschen unterschrieben. Der vorgelegte Stufenplan formuliert Maßnahmen für alle drei Stufen in jeweils 5 Handlungsfeldern (Wirtschaft/Soziales, Bildung, Gesundheit, Wohnen, Freizeit/Einzelhandel) aus. Den Stufenplan finden hier als PDF-Dokument. Bei Interviewanfragen können Sie sich immer gerne an zerocovid@gmx.net wenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Gizem Fesli,
Soziologin und Pressesprecherin bei der ZeroCovid-Kampagne

Homepage der Kampagne mit Erstunterzeichner*innen: https://zero-covid.org
Online-Petition: https://weact.campact.de/p/ZeroCovid
Facebook: https://www.facebook.com/ZeroCovidGerman
Twitter: https://twitter.com/zeroCovid_DACH
Instagram: https://www.instagram.com/zerocovid_de

#Schichtgeschichten 12 #CovidAtWork – Einzelhandel

Auch wenn dieser Tage viel über mögliche Lockerungen und drohende Geschäftsschließungen im Einzelhandel berichtet wird, möchten wir den Blick auf etwas anderes richten, nämlich auf die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel während der Pandemie. Wir haben viele #CovidAtWork Berichte aus dem Einzelhandel zugesandt bekommen. Ähnlich wie in den Schulen fühlen sich die Angestellten nicht geschützt bei der Arbeit. Ein Angestellter einer Baumarkt-Kette berichtet sogar von mehreren bekannten Infektionen mit schweren Verläufen am Arbeitsplatz:

Ich arbeite für eine große Baumarkt-Kette. Meine Erfahrung mit dem Covid-Jahr auf Arbeit: Abstände werden weder von KundInnen, noch von KollegInnen eingehalten. OP-Masken (billig-Import) gibt’s eine pro 8-Stunden-Schicht, manche MitarbeiterInnen tragen aber auch tagelang dieselbe. Desinfektionsmittelspender werden zu einem Drittel mit Reinigungsbenzin gestreckt, aus Kostengründen. Aber halb so schlimm, das Desinfektionsmittel selbst ist ohnehin nicht gegen Coronaviren geeignet, sondern wirkt antibakteriell. Kontaktflächen werden nur auf Eigeninitiative desinfiziert. Das Ergebnis: 20 Personen in Quarantäne, 5 positiv, 3 schwere Verläufe, 1 Verlauf mit massiven, bleibenden Nierenschäden. Dafür 2020 den besten Umsatz seit Jahren.

Die Chefs aus diesem Bericht wähnen sich mit ihrem Baustoffhandel in einer Grauzone. Das bedeutet anscheinend vor allem, dass sie meinen, ihre Angestellten mehr Gefahren aussetzen zu können:

Ich arbeite bei dem größten Baustoffhändler hier bei uns im Kreis. Von Anfang an wurde uns von der Geschäftsleitung erzählt, dass wir in einer “Grauzone” arbeiten würden. Masken müssten wir nicht tragen. Kunden ebenso wenig. Mittlerweile sind Masken im Alltag angekommen. Die Chefs inkl. Juniorchefs tragen sie aber weiterhin nicht. Wie man vielleicht mitbekommen hat, ist der Ansturm auf Baumärkte und Baufachmärkte im ersten Lockdown riesig gewesen. Im zweiten wurde daher der Eintritt für Privatkunden untersagt. Dies wird von der Geschäftsleitung erneut bewusst ignoriert. Privatkunden wird heimlich erzählt, dass es ja “Hintertürchen und Grauzonen” gebe. Während viele Mitarbeiter blind alles befolgen was die Chefs sagen hat man als Mitarbeiter, der sich an die Regeln halten will, keine Chance. Der Tenor lautet “Wenn der Chef das sagt muss es gemacht werden”. Während andere Menschen also um Ihre Arbeitsplätze und Zukünfte bangen, scheffeln unsere Chefs weiter Geld, weil Sie meinen “in einer Grauzone” arbeiten zu müssen.

Auch in den Supermärkten, den angeschlossenen Lagern und Lieferdiensten wird am Schutz der Angestellten gespart:

Ich arbeite in einem Bio-Supermarkt. Wir müssen die Kundschaft ohne Op-Maske/FFP2Maske des Geschäfts verweisen. Wir selber sollen aber keine FFP2 Masken tragen, da wir sonst zu häufig Pause machen müssten. Manche tragen also weiterhin Stoffmasken, wenn sie im Geschäft Regale einräumen. Im Pausenbereich und im Büro der Filialleitung sitzen weiterhin alle ohne Maske miteinander. Früh vor Arbeitsbeginn trägt fast niemand bei der Warenverräumung eine Maske. Die Abstände werden dabei auch nicht eingehalten.

Ich arbeite in einem Großlager für verschiedene Supermärkte in der Nähe von Osnabrück. Es gibt zwar offiziell Maskenpflicht, aber auch nur in den Fluren zu den Spinden und zum Aufenthaltsraum, aber daran hält sich auch nur ungefähr 2/3 der Kollegen. Im Lager selbst muss keine Maske getragen werden, angeblich weil die Deckenhöhe ausreichen würde damit die Tröpfchen sich verteilen…
Abstand wird auch nicht eingehalten, ich merke unter den Kollegen leider keinen Unterschied zu vor der Pandemie. Es wird sich die Hand gegeben, sogar teilweise umarmt. Es ist schon sehr deprimierend, wenn man sich privat versucht zu schützen und dann mit solchen Kollegen zusammenarbeiten muss.

Ich arbeite bei einer großen Supermarktkette als Lebensmittellieferant. Jeden Tag fahren wir über ein dutzend Kunden an. Firmen und Privatpersonen. Die Firmen verlangen, dass wir ihre Lebensmittel bis in die Gemeinschaftsräume bzw. – küchen bringen. Oft sitzen da bereits viel zu viele Angestellte in nicht belüfteteten, viel zu kleinen Räumen zusammen. Über 90% der Kunden tragen keine Maske, wenn ich ihnen die Lebensmittel bringe. Immer wieder werde ich von alten, oder körperlich beeinträchtigen Menschen dazu aufgefordert ihre Privaträume zu betreten, um ihnen die Lebensmittel in die Küche o.ä. zu stellen. Ich trage dabei immer Maske (FFP2), oder verweigere mich auch schon mal. Viele meiner Kollegen machen das nicht. Manche tragen gar keine Maske. Desinfektionsmittel im Auto gibt es häufig nicht. Masken werden einem lose und unverpackt ausgehändigt. Von einer Desinfektion der Fahrzeuge ganz zu schweigen. Das Lager ist so klein, dass sich die Angestellten gegenseitig auf die Füße treten. Niemand trägt dort eine Maske und es ist nicht möglich sich hier aus dem Weg zu gehen, oder den Mindestabstand einzuhalten. Der Großteil meiner Kolleg:innen ist sich der Gefahren bewusst. Statt sich zu wehren, haben sie sich stattdessen entschieden sie zu ignorieren und handeln auch aus Trotz dabei sehr risikoreich und nachlässig. Hinweise auf’s Masketragen werden weggelacht und nicht ernst genommen. Nach außen hin wirkt es, als hätte die Supermarktkette ein Hygeniekonzept und würde sich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Die Realität sieht leider anders aus. Kontrollen über die Einhaltung der Vorgaben gibt es nicht. Es herrscht das Motto vor: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Ich habe jeden Tag Angst mich anzustecken. Es grenzt an ein Wunder, dass es bisher keine mir bekannten Infektionen im Betrieb gab.

Ähnlich schlecht mit dem Arbeitsschutz sieht es bei Optikern, im Buchhandel und bei anderen Handelsunternehmen aus. Es gilt wohl: Geld verdienen ist wichtiger, als Menschen zu schützen. Dagegen könnte ein solidarischer Lockdown helfen, bei dem für einige Wochen alle nicht systemrelevante Betriebe geschlossen werden, um die Zahlen auf 0 zu drücken, wie wir als #ZeroCovid Kampagne es vorschlagen.

Ich arbeite für eine große Optikerkette. Hier gilt anscheinend ausschließlich Profit over People. Während im ersten Lockdown nur Notverkäufe zugelassen waren, darf jetzt alles verkauft werden und wird es auch (die anderen Geschäfte sind ja zu). Wir können berufsbedingt Sicherheitsabstände nicht einhalten. Unser Arbeitgeber ergreift nur die Schutzmaßnahmen, die gesetzlich vorgeschrieben sind. Außerdem haben wir mit Menschen zu tun, die es nicht verstehen, dass auch beim Anprobieren die Maske auf bleiben muss, geschweige denn mit den Leuten die sich falsche Atteste ausstellen lassen. Beim Impfen sind wir in Gruppe 3 dran, obwohl auch wir zum Gesundheitswesen gehören (daher dürfen wir ja offen bleiben). Das dies alles auch eine große psychische Belastung darstellt, wird vom Arbeitgeber komplett ignoriert.

Ich arbeite in einer Buchhandlung und bin als Azubi nicht in der Kurzarbeit, also arbeite trotzdem jede Woche Vollzeit. Jeden Tag habe ich ungewollt Kontakt mit mehreren hundert Menschen, die sich oft nicht an die Masken- oder Abstandsregeln halten, und muss sie darauf hinweisen und mir dann irgendwelche dummen Sprüche anhören. Einige fangen sogar an zu beleidigen und es kommen viele Leute, die einfach Langeweile haben oder frustriert sind und lassen es an uns aus.Es ist viel anstrengender unter diesen Bedingungen zu arbeiten und niemand versteht das. Jeden Tag darf man sich anhören, wie toll das ist, dass wir weiterhin geöffnet sind. Man hört aber kein: “Wie blöd, dass Sie Corona ausgesetzt sind hier.” Ich verstehe jeden Tag die Welt etwas weniger.

Mein Vater (Ü60 und Asthmatiker) arbeitet in einem Handelsunternehmen mit mehreren hundert Filialen deutschlandweit. Als Bereichsleiter hat er normalerweise sein Büro in der Zentrale und ist für Schulungen und Messeauftritte unterwegs, aber diese finden ja seit einem Jahr (mit Ausnahmen im Spätsommer) nicht statt. Letzten Frühling war er teilweise in Kurzarbeit und hat in einer Filiale ausgeholfen. Seit Dezember werden er und seine direkten Kollegen nun wöchentlich in unterschiedliche Filialen geschickt um dort zu unterstützen. Das heißt, dass diese 5-6 Mitarbeiter*Innen jede Woche Kontakte mit zahllosen unterschiedlichen Kolleg*innen und Kund*innen haben (müssen) und die Geschäftsleitung da überhaupt kein Problem drin sieht 😡

Wir als #ZeroCovid Kampagne sind entsetzt über diese Zustände und sehen Lockerungen im Einzelhandel sehr kritisch. Die dokumentierten Berichte zeigen eindeutig die Mängel beim Infektions- und Arbeitsschutz im Einzelhandel. Wir denken, dass es keine gute Idee ist, noch mehr Angestellte diesen Gefahren auszusetzen. Die neuen Mutationen machen diese Situation zudem noch unberechenbarer und gefährlicher. Setzt euch mit uns ein für eine solidarische Pause! Lasst uns die dritte Welle stoppen!

Leben, Tod und Corona

Beitrag von Roland Steixner, Unterstützer der Kampagne #ZeroCovid

Die Pandemie hat eine Frage aufgeworfen, die in der Gesellschaft in dieser Form normalerweise nicht explizit und dieser Totalität diskutiert wird: die Frage, welches Sterberisiko sie hinzunehmen bereit ist. Es handelt sich um die Frage, wie wir leben und wie wir sterben wollen.

Sterbestatistiken spielten in der gesellschaftlichen Debatte noch nie eine so große Rolle wie jetzt. Kaum jemals bestand ein dermaßen breites Interesse am Ausmaß der intensivmedizinischen Kapazitäten. Es finden muntere Vergleiche unterschiedlicher Todesursachen statt. Die saisonale Grippe, Krebs, Alkohol, Rauchen, Krankenhauskeime, Verkehrsunfälle, Suizide und andere Todesursachen kommen ins Spiel. Nach über einem Jahr Covid-19-Pandemie ist die Datenlage in einer Hinsicht eindeutig: Im Ranking der Todesursachen ist die neue Krankheit ganz vorne mit dabei. Mit über 2,4 Millionen Opfern seit Beginn der Pandemie errang sie weltweit den traurigen Spitzenplatz unter den Infektionskrankheiten. Wenn sich SARS-CoV-2 uneingeschränkt ausbreitet, dann können binnen eines Monats mehr Menschen sterben als sonst in einem ganzen Jahr. Das hat die Untersuchung der Sterbestatistik der italienischen Ortschaft Nembro glasklar belegt. Das Virus wäre bei ungehemmter Ausbreitung also weitaus tödlicher als es derzeit erscheint und würde auch gut ausgestattete Gesundheitssysteme überrennen und ganze Volkswirtschaften ins Chaos stürzen.

Die herrschende Klasse musste handeln, um diesen Zustand um jeden Preis zu vermeiden. Denn ein Herrschaftssystem verfügt nur über eine Legitimation, solange es den Tod in einem gesellschaftlich akzeptablen Maße einhegt. Versagt es darin, dann gerät seine Macht ins Wanken. Dabei ist der Raum, den der Tod in der Gesellschaft nimmt, von den Umständen und Möglichkeiten abhängig, die dieser zur Verfügung stehen. Es ist das Verdienst der modernen Medizin, dass sie diese Rahmenbedingungen deutlich verschoben hat. Noch nie verfügte eine Gesellschaft über eine derartig umfassende Möglichkeiten, um Krankheiten zu heilen und ihre Verbreitung zu behindern. Innerhalb eines Jahrhunderts sind diese Möglichkeiten deutlich gestiegen. Während es früher als eine traurige Normalität galt, dass Kinder schon im Säuglingsalter verstarben, während ganze Familien an Pocken oder Tuberkulose starben, ist es heute nicht selten der Fall, dass Großeltern ihre Enkelkinder aufwachsen sehen und sogar noch ihre Urenkel kennenlernen können. Der Rahmen hat sich verschoben. Die Menschen leben im Schnitt länger, aber dafür werden weniger Kinder geboren. Geburten und Todesfälle werden seltener und kommen in ein neues Gleichgewicht.

„Den Tod kann man nicht aufhalten.“ Das war das erste Raunen, das im Frühjahr 2020 auch in linksalternativen Kreisen um sich griff und das sich allmählich zur Querdenkerbewegung auswuchs. Dieses Statement erscheint auf den ersten Blick plausibel, da der Mensch nun einmal sterblich ist. Doch dieser Satz verdeckt die Art und Weise, wie uns der Tod begegnen kann. Es macht eben einen Unterschied, ob man eines Tages im hohen Alter unerwartet oder selbstbestimmt aus dem Leben scheidet oder ob man von einer schrecklichen Krankheit dahingerafft wird oder gewaltsam aus dem Leben scheidet. Dieser Satz lebt von seiner Abstraktheit und ist dadurch zugleich wahr und falsch. Denn sobald wir „den Tod“ durch „die Pocken“, „die Pest“ oder durch „Mord“ ersetzen, entpuppt er sich als gewaltige Lüge. Denn die konkreten Todesursachen sind vermeidbar. Die Pocken wurden überwunden, Polio konnte weitgehend zurückgedrängt werden, an Tetanus und Diphtherie müsste niemand mehr sterben, auch AIDS hat als Krankheit ihren Schrecken für diejenigen eingebüßt, die Zugang zu den passenden Medikamenten haben. Wenn Verbrechen und Kriege nicht zu verhindern wären, könnten wir uns Polizei, Gewaltschutz und internationale Diplomatie sparen (wie unzureichend diesbezüglich die Bestrebungen auch sein mögen).

Wenn etwa der Querdenker Samuel Eckert darauf verweist, dass in den letzten Jahrzehnten die altersbereinigten Sterberaten stets gesunken sind und sogar jetzt trotz Pandemie im Verhältnis früheren Maßstäben niedrig sind, mag das stimmen. Aber was heißt das schon? Wollen wir in eine Gesellschaft zurück, in der mehr Sterbefälle als „unvermeidbar“ akzeptiert werden? Gerade diese Nichtakzeptanz einer dermaßen hohen Sterblichkeit ist ein Zeichen des gesellschaftlichen Fortschritts, in dem das Leben einzelner einen wesentlich größeren Raum und eine wesentlich längere Zeitspanne einnehmen können als früher. Und nur innerhalb dieser Zeitspanne lässt sich auch die Freiheit, die die Querdenker*innen vorgeben zu verteidigen, überhaupt verwirklichen.

Geburt und Tod im Schnelldurchlauf wie in der „guten alten Zeit“ ist das Programm der Lobbyist*innen für eine höhere Sterblichkeit, deren Speerspitze die Querdenker*innen sind. Doch das Netzwerk ist breiter. Das Kapital nimmt dazu eine widersprüchliche Haltung ein, die vielfach jedoch von Pragmatismus geprägt ist. Der Malthusianismus des American Institute of Economic Research, das federführend bei der Entstehung der Great Barrington-Erklärung war, findet breiten Anklang in marktradikalen Kreisen. Da das Virus jedoch auch unter der arbeitenden Bevölkerung Schaden anrichtet, unterstützen einzelne Fraktionen des Kapitals auch das humanistische Bürgertum.

Die Rhetorik gegen das System, die von Seiten der Querdenker*innen genutzt wird, bedient die Interessen des Kapitals, auch dann wenn sie sich „antikapitalistisch“ gibt. Denn je passiver, zerstrittener und verunsicherter die Menschen, sind, desto einfacher lassen sie sich manipulieren. Mit Themen wie „häusliche Gewalt“ und „Recht auf Bildung“ gehen ausgerechnet jene hausieren, die sich bisher noch nie dafür interessiert haben. Auch manche bisherige Linke stimmen in diese Kakophonie mit ein und hängen an den Lippen von Wolfgang Wodarg und Sucharit Bhakdi. Und die „Erwachten“ fühlen sich überlegen, weil sie auf den „Viruswahn“ nicht hereingefallen seien.

Die Linke als Erbin der Aufkärung steht in der aktuellen Krise vor der Herausforderung, sich darüber klar zu werden, wie sie nicht nur mit dieser, sondern auch mit künftigen Pandemien umgehen will. Die Forderung nach einer sozialen Abfederung der von der jeweiligen Kapitalfraktion favorisierten Strategie ist zu wenig. Vielmehr ist eine ZeroCovid-Strategie in Kombination mit einer raschen Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, die allen kostenlos zugänglich gemacht werden, der beste und humanste Weg, der sowohl meisten Menschenleben rettet als auch mittelfristig die größten Freiheiten verspricht, bis Impfstoffe und Medikamente vorhanden sind. ZeroCovid ist ein Anstoß, um globale Lösungsvorschläge für globale Probleme zu entwickeln, diese zur Diskussion zu stellen und auf die bestehenden Verhältnisse dahingehend einzuwirken, um sie zu ändern.

#Schichtgeschichten 11 #CovidAtWork – Kitas und Schulen

Heute veröffentlichen wir #CovidAtWork Berichte aus Kitas und Schulen. Leider zeichnet sich mit den Schulöffnungen und der beginnenden dritten Welle eine ungute Entwicklung der Pandemielage ab. In den Berichten, die uns in den letzten Wochen erreicht haben, erzählen unsere Unterstützer:innen von fehlenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung in den Kitas und Schulen. Viele schreiben, dass sie sich am Arbeits- oder Ausbildungsort nicht ausreichend geschützt fühlen. Ein Zitat eines Erziehers fasst die schwierige Lage gut zusammen: “Ich mache den Eltern keinen Vorwurf, dass sie ihre Kinder bringen, nur ein solidarischer Lockdown würde ermöglichen, dass wir alle zuhause bleiben ohne uns und andere in Gefahr zu bringen. Und die Kinder von medizinischem Fachpersonal würde ich selbstverständlich gerne beaufsichtigen.” Wir dokumentieren die Berichte unten in voller Länge, den Anfang machen die Geschichten aus der Kinderbetreuung.

Bericht einer Erzieherin aus Berlin: Bei uns ist es mittlerweile gang und gäbe, dass ein positiv getestetes Kind keinerlei Konsequenzen für unsere Einrichtungen nach sich zieht, solange schon über 48h seines letzten Besuchs zurückliegen! Keine Ahnung wer sich das ausgedacht hat! Hatten schon mehrere Fälle – positive Kinder–, wo wir Montag morgen erfahren haben, dass Kind X positiv (so auch Mutter, Schwester etc.) ist, aber da es die Woche davor Donnerstag oder Freitag zuletzt da war, ist rein gar nichts passiert. Aufgrund dieses Vorgehens des Gesundheitsamtes haben sich schon zwei Kolleginnen eine Corona-Infektion eingefangen. Witzigerweise wurden wir, als dann Erzieher positiv waren, in Quarantäne gesteckt… Des weiteren gab es auch schon Fälle bei uns, in denen Familienmitglieder der Kinder positiv getestet wurden, die Kinder auch Symptome entwickelten, aber nicht getestet, sondern direkt in Quarantäne gesteckt wurden, damit dann nämlich nix in irgendwelche Statistiken einfließen kann, die wohlmöglich noch mehr bestätigen würden, dass es sehr wohl und jede Menge Infektionen unter den Kindern gibt, die sich so natürlich auch nicht mehr nachvollziehen lassen können.

Ich möchte euch auch gern teilhaben lassen: Ich arbeite in einer Kita, aktuell sind 70 von 107 Kindern da. Dazu kommen 21 Kolleg*innen. Die U2 Gruppe wurde letzte Woche geschlossen, weil eine Kollegin positiv ist. Alle Kinder aus der Gruppe sind in Quarantäne. Ihre Geschwisterkinder aus anderen Gruppen werden weiterhin gebracht.

Ich bin Erzieher in einer Kita. Während in den Medien so getan wird, als hätten wir geschlossen, bzw. wären im Notbetrieb, haben wir regulär geöffnet. Von 75 Kindern kommen aktuell 60. Diese verteilen sich auf 4 Gruppen. Kinder und Personal der jeweiligen Gruppen sollen sich nicht überschneiden, aber benutzen die gleichen Garderoben. Eltern und Kinder treffen sich in ihrer Freizeit gruppenübergreifend zum Spielen. OP- und FFP2-Masken wurden erst nach mehrfachem Nachfragen gestellt. Im Gespräch mit der Leitung wurde mir gesagt, wie wichtig es für Kinder ist, dass sie auch Gestik und Mimik von Erzieher*innen sehen und dass meine Angst übertrieben wäre und zu hoffen bleibt, dass sich das nicht auf Kinder und Kolleg*innen abfärbt. 
Dabei tue ich nicht mehr als das, was das Gesundheitsamt empfiehlt: Ich trage FFP2-Maske (Atempausen mit Abstand sind nicht möglich und werden nicht ermöglicht, weil das Tragen auf Freiwilligkeit beruht), lüfte regelmäßig und desinfiziere nach dem Essen die Tische…
Ich mache den Eltern keinen Vorwurf, dass sie ihre Kinder bringen, nur ein solidarischer Lockdown würde ermöglichen, dass wir alle zuhause bleiben ohne uns und andere in Gefahr zu bringen. Und die Kinder von medizinischem Fachpersonal würde ich selbstverständlich gerne beaufsichtigen.

Bericht einer Mitarbeiterin einer Kinderbetreuung: Alle freuen sich über die Öffnung der Schulen. Alle? Eine kleine Berufsgruppe mit viel Verantwortung vielleicht etwas weniger. Als ArbeitnehmerInnen einer Kinderbetreuungseinrichtung in einer österreichischen Stadt, werden die über 400 MitarbeiterInnen trotz Öffnung der Schulen in Kurzarbeit geschickt. Zu verlockend sind die Förderungen, die für die Kurzarbeit ausgeschüttet werden. 
Bedingt durch die Kurzarbeit leidet sowohl die Sicherheit als auch die Qualität der Nachmittagsbetreuung. Am Nachmittag gelten die Hygieneregeln des Vormittags nicht mehr. Kinder verbleiben nicht im Klassenverband, es wird gemischt und verteilt, um ja die Höchstzahl von 25 Kindern pro Gruppe und BetreuerIn zu erreichen. Abstandsregeln? Negativ! Kontaktminimierung? Negativ!
Die Schule ein sicherer Ort? Am Vormittag mag das stimmen, am Nachmittag stimmt es definitiv nicht!

Ich arbeite als Tagesmutter von Zuhause aus. Meine Tochter geht eigentlich in die zweite Klasse, meine andere Tochter ist zwei. Beide betreue ich momentan zuhause.Aktuell betreue ich vier fremde Kinder. Ein Elternteil ist in Elternzeit zuhause und die anderen, da arbeitet ein Elternteil immer im Homeoffice. Ich könnte eine Maske tragen und meine 7-Jährige auch, aber die 2-Jährige? Ich bin wirklich sehr enttäuscht über den Schutz der Erzieher.

Ich arbeite in einer Kita. Natürlich geben sich die meisten Mühe. Trotzdem erlebe ich immer wieder Eltern, die ihre Masken abziehen um sich von den Kindern zu verabschieden. Und keinen Abstand in der Mittagspause, weil es nur einen Raum gibt. Uns wird Abstand gepredigt, aber wo soll ich im Winter meine Pause machen? Am besten löse ich mich dafür in Luft auf.

In den Schulen sieht es leider nicht besser aus. Viele fühlen sich bei der Arbeit nicht geschützt oder sorgen sich um Schüler:innen und Kolleg:innen.

Lehrerin, schwanger. Der Amtsarzt empfiehlt ausdrücklich, dass ich weder mit Kindern und Jugendlichen noch irgendwie im Präsenzbetrieb eingesetzt werden soll. Die Schulleitung plant mich für Kleingruppen vor Ort sowie für Sekretariatsaufgaben ein. Viele Leute im kleinen Sekretariat und die eigentliche Sekretärin trägt selten Maske.

Ich arbeite als Erzieher in der Notbetreuung. Der Klassenraum, in dem ich derzeit arbeite, hat nicht ein einziges Fenster, das sich mehr als kippen lässt – ergo ist stoßlüften unmöglich. Dazu kommt, dass vielen Kolleg*innen offenbar nicht bewusst ist, dass Kipplüften nicht ausreicht und glauben, ihr subjektives Kältegefühl sei wichtiger als der Infektionsschutz. Daraus möchte ich gar keinen Vorwurf an die Kolleg*innen machen, sondern an eine komplett fehlende Unterweisung in den Infektionsschutz. Wir haben fast kein Flächendesinfektionsmittel, und wenn nur solches, das gegen Bakterien hilft – gleichzeitig sollen wir aber ständig alles desinfizieren, dass die Kinder angefasst haben. Dass ganze vor dem Hintergrund, dass Erzieher*innen zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Infektionsrisikio gehören!
Achja: Die Kommune möchte außerdem die Zahl der Reinigungskräfte von derzeit 4 auf 3 kürzen. Kein Scherz.

Hallo ich habe auch eine Geschichte. Ich bin Lehrerin an einem SBBZ Lernen (früher Förderschule genannt) in Baden-Württemberg. Ich unterrichte in der Grundstufe (Kl. 1-4). Es geschah vor Weihnachten, Anfang Dezember. Nach der Mittagspause im Kochunterricht roch ich plötzlich nichts mehr. Am nächsten Morgen ließ ich mich zusammen mit meinem Mann testen. Wir waren positiv. 
Auch in dieser Situation wurde meiner Schulleitung von Vorgesetzten gesagt, dass die Kleinen ja nicht so ansteckend seien. Bis HEUTE haben wir keine FFP2 Masken. Also eine Zeit lang dachten wir, wir hätten welche, bis sich herausstellte dass das Schulamt uns unzertifizierte Masken schickte???!! Das war schon empörend, noch wütender wurde ich, als ich erfuhr dass die pseudosicheren Masken gar nicht für uns Grundschul-Lehrkräfte waren, sondern nur für die Sek1-Lehrkräfte waren. Denn die Kleinen sind ja nicht ansteckend! Meine Schulleitung versuchte vor Weihnachten verzweifelt eine Schulschließung zu erwirken, weil mehr und mehr Lehrkräfte und SchülerInnen infiziert waren und wir überhaupt nicht absehen konnten, wer am nächsten Tag dran ist. Die einzige Sorge des Schulamts waren Regressansprüche der Eltern. Niemals ging es um unsere Gesundheit!
Ich bin noch recht neu im Schuldienst und liebe meinen Job, niemals hätte ich gedacht, dass mein Arbeitgeber derartig auf mich scheißt (Entschuldigt die Ausdrucksweise).Ich hatte großes Glück, weil ich (und übrigens auch mein Mann, den ich angesteckt habe) wieder gesund sind. Von meinen Kolleginnen leiden zwei unter Langzeitfolgen, die eine riecht und schmeckt bis heute nichts, die andere leidet unter Schwächeanfällen und Herzrasen. Zum Glück sind Kinder ja nicht ansteckend. Danke Herr Kretschmann und Frau Eisenmann 😡

Ich arbeite als Förderschullehrerin in Baden-Württemberg. Hier sind die Förderschulen mit den Schwerpunkten Geistige und körperliche und motorische Entwicklung seit dem 11. Januar 2021 wieder geöffnet. In einer der letzteren arbeite ich. Wir haben keinen Wechselunterricht und da wir viele Helfer*innen in den Klassen haben, sind in meiner Klasse zum Beispiel zusätzlich zu meinen 6 Schüler*innen noch mindestens drei Erwachsene neben mir.
Viele unserer Schüler*innen gehören zur Risikogruppe. Von den 6 Schüler*innen meiner Klasse tragen vier eine Maske, zwei tolerieren keine Maske. Aber auch die vier, die eine Maske tragen, können sie nicht alle selbstständig anlegen, sondern brauchen Hilfe dabei, sodass wir ihnen nahe kommen müssen. Viel was wir mit den Schüler*innen machen passiert mit Handführung, wir geben Essen und machen Pflege. Wir können keinen Abstand halten.
Meine Kolleg*innen und ich müssen parallel zum Präsenzunterricht auch noch den Fernunterricht für die Kinder machen, die aktuell zuhause bleiben (ca 1/3 unserer Schülerinnen und Schüler). Jeden Tag treibt uns die Angst um, dass wir unsere Schüler*innen nicht ausreichend schützen können oder im schlimmsten Fall sogar für eine Übertragung verantwortlich sein könnten.
In meiner Klasse gab es in der letzten und in der vorletzten Woche einen Corona-Verdachtsfall. Da hatten wir Glück und es hat sich nicht bestätigt. In einer anderen Klasse aber gibt es gerade zwei positive Fälle. Wie lange haben wir noch Glück? Ich bin müde und mürbe.

Auch in den Berufsschulen sieht es nicht gut aus. Manche Schüler:innen wünschen sich Onlineunterricht statt Wechselunterrichts-Chaos. Aber es regt auch dazu an, diese Zustände verändern zu wollen, wie dieser Bericht zeigt:

Ich bin in der Ausbildung zum Chemielaboranten. Unsere Ausbildung findet im Blockunterricht statt. Heute hat mal wieder ein Block begonnen. Nachdem wir im November quasi Probanden für einen Testversuch waren, nämlich mit der kompletten Klasse (zweistellige Schüler-Anzahl) im Präsenzunterricht zu sitzen, dürfen wir jetzt Wechselunterricht kennenlernen. Das bedeutet, dass unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt wurde, jede hat abwechselnd Präsenz- und Onlineunterricht. Zusätzlich dazu sollen laut Schulhomepage beide Kleingruppen Mittwochs in Präsenz beschult werden, von der gleichen Lehrkraft aber in zwei verschiedenen Räumen. Allerdings haben wir heute widersprüchliche Angaben dazu bekommen. Auch wie der Onlineunterricht eigentlich ablaufen soll, wissen wir nicht: manche Lehrer:innen machen für jede Kleingruppe in Präsenz das gleiche, manche laden auf eine Plattform Aufgaben hoch und überprüfen zusätzlich die Anwesenheit zur Schulzeit, wiederum andere streamen den Unterricht live. Dass das technische Equipment in der ohnehin schon baufälligen Schule seit 10 Jahren nicht mehr modern ist, sollte klar sein. Dass nicht jeder Schüler einen von der Firma gestellten Laptop hat ebenfalls. Lüften bei den momentanen Temperaturen, konstant FFP2-Maske tragen, Lehrer:innen die schwurbeln und was von positiv sehen, drauf schei*en etc. erzählen und gestaffelte Pausen, die für große Unterrichtsunterbrechungen sorgen, setzen dem ganzen noch das i-Tüpfelchen auf. Um uns anständig auf unsere Abschlussprüfungen vorzubereiten brauchen wir keine intransparenten Unerrichtsmodellabenteuer, sondern #ZeroCovid. Onlineunterricht mit der ganzen Gruppe zu festen Zeiten funktioniert auch für Abschlussklassen und definitiv besser als sowas. Von dem kaum minimierten Infektionsrisiko an Schulen ganz zu schweigen. Auch die Lehrkräfte sind dadurch mehrbelastet und das hat sich heute schon nach insgesamt sechs Kalenderwochen schon gezeigt. Um dort etwas zu verbessern, möchte ich in meiner Gewerkschaftsjugend #ZeroCovid zum Thema machen.

Aufruf eines Vaters an die Eltern und das Schulpersonal

Uns erreichte aus unserem Unterstützer:innenkreis dieser Aufruf eines Vaters an die Eltern und das Schulpersonal, der unter anderem erklärt, warum die Kinder nun wieder in die Schulen gehen sollen, obwohl dort noch nicht einmal Lüftungsanlagen installiert wurden. Wir dokumentieren den Aufruf gerne:

Liebe Eltern, liebes Schulpersonal,

bereits am 22. Februar wird der Präsenzunterricht in der Schule wieder beginnen – mitten in der sogenannten zweiten (diese ist noch nicht vorüber) und kurz vor der dritten Welle, die dann vermutlich von einer nochmals ansteckenderen Mutation des Coronavirus ausgelöst werden wird. Während aber alle nicht notwendigen Zusammenkünfte von Menschen vermieden werden: das kulturelle Leben liegt komplett lahm, unsere Kontakte in der Freizeit sind auf ein Minimum reduziert, die meisten Geschäfte sind geschlossen, sollen unsere Kinder in Lehranstalten gehen, deren einziges Hygienekonzept Wechselunterricht, das Masketragen bloß außerhalb des Klassenzimmers und Händewaschen ist. Man stutzt: Geschäfte & Restaurants, die Lüftungsanalgen nachgerüstet haben, dürfen nicht öffnen, Altenheime und manche Arbeitsstelle haben verpflichtende Schnelltests für Besucher*innen eingeführt, aber Kinder, deren Hygieneverhalten – egal wie gut man sie belehrt hat – doch oft fragwürdig bleibt und die einen unbedarfteren körperlichen Kontakt pflegen als Erwachsene, sollen fast ganz ohne weitere Maßnahmen wieder zurück in den Schulbetrieb. Das Risiko einer Infektion mit Covid-19 und der neuen hierdurch ausgelösten Kinderkrankheit MIS-C, woran Kinder sterben können, so leichtfertig einzugehen, scheint offenbar billig. (Zwar ist die Todesrate von MIS-C äußerst gering – aber man will sich doch nicht darauf einlassen, den Tod auch einer geringen Zahl von Kindern, die eben keine Zahlen sondern Kinder sind, hinzunehmen.)  Welche Maßnahmen zur Eindämmung und daher Kontaktbeschränkungen der Pandemie als notwendig erscheinen, hängt offenbar an anderen Prioritäten als nur am Gesundheitsschutz.

Des Rätsels Lösung, welche Maßnahmen in dieser Gesellschaft notwendig sind und deshalb priorisiert werden, ist das Überleben der sogenannten gesellschaftlich unentbehrlichen Wirtschaftssektoren. Diese Einsicht führt zu der Erkenntnis, dass das Kindeswohl nur ein Beifang ganz anderer, für diese Gesellschaft wesentlicher Handlungsmaximen ist: Denn wirtschaftlich notwendig ist die Gesundheit unserer Kinder, wie aus der obigen Diskrepanz sichtbar, nur in geringem Maße. Auch die körperliche Unversehrtheit der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Hortnerinnen und Hortner, deren Impfung für August anberaumt ist (der Patentschutz verlangsamt die Produktion des Impfstoffs immens), scheint entbehrlich. Der Pflege- und Gesundheitsbetrieb bspw., der zu erheblichen Teilen privatwirtschaftlich organisiert ist und in dem an allen möglichen Ecken und Kanten gespart wurde, woraus sich letztlich auch die geringe Anzahl an Personal und Intensivbetten ableiten lässt, scheint ebenfalls nicht wirtschaftlich lebensnotwendig. Wirtschaftlich notwendig ist in diesem Sinne ebenso nicht die Grundversorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, denn einerseits müssen wir seit eh und je Schund essen und trinken, andererseits ist die Produktion von Lebensmitteln derart hoch, dass täglich Tonnen hiervon in gut verschlossenen Müllcontainern hinterm REWE landen – dort also, wo diese Abfallprodukte (Billigfleisch bspw.) sowieso hingehören. Wirtschaftlich notwendig sind also gerade nicht die Unternehmungen, die eine für alle erreichbare und gute Grundversorgung liefern, sondern vielmehr diejenigen Betriebe, die in hohem Maße profitabel wirtschaften. Dazu gehören in Deutschland etwa die Autoindustrie (1. Platz mit ca. 438 Milliarden Euro Umsatz), der Maschinenbau (2.) und die Elektrobranche (5.), aber auch die chemisch-pharmazeutische Industrie (3.) und die Lebensmittelindustrie (4. mit 185 Milliarden Euro Umsatz). Man sieht: der geringere Teil der Produktion fällt auf Branchen, die nötig sind (Medikamente & Lebensmittel), um gut durch die Pandemie zu kommen. Die Produktion ganz bestimmter Produkte zeigt auch: Der Profit hat relativ wenig damit zu tun, ob es uns und unseren Kindern gut geht, denn der Profit bezeichnet lediglich, ob etwas gekauft wird, und nicht, ob dieses etwas auch der Produktion wert war: Panzer mögen beispielsweise ein profitables Geschäft sein, sind aber der Produktion nicht wert. So sind auch Autos ein profitables Geschäft, aber ihre Produktion ist gerade nicht notwendig, wenn man zwischen diesen und der Gesundheit entscheiden muss. Maschinenteile kommen vor allem in der Industrie zum Einsatz – aber auch diese sind sicher nicht in dem Maße notwendig. Die Gastronomie hat gerade mal einen Umsatz von ca. 59 Milliarden Euro jährlich, ist also mickrig im Gegensatz zur Autoindustrie, weshalb aber klar wird, warum es so leicht fällt, dieser ein Betriebsverbot aufzuerlegen, obwohl bereits installierte Belüftungsanlagen diesen etwas sicherer gemacht haben. In vielen Fabrik- und Bürogebäuden werden solche Anlagen schmerzlich vermisst. Anstelle der Produktion von Kleinwagen, wäre jetzt wichtig, die Produktion von Lüftungsanlagen für Schulen und deren Montage, sowie die Produktion von Schnelltests, FFP2-Masken und allem, was nicht aus dem Gesichtspunkt des Profits, sondern aus dem unseres individuellen Lebens nötig erscheint. Es stellt sich gerade jedoch umgekehrt dar: Hygieneartikel sind notwendig, aber kein profitables Geschäft, entweder weil deren Produktionszentren nicht in Deutschland liegen, daher keinen Teil des Bruttoinlandsprodukts ausmachen, oder weil die gesamte Ausstattung von Lüftungsanlagen an allen Schulen in Deutschland insgesamt nicht den Profit bringen würden, den man benötigen würde, um das dadurch in der Staatskasse entstandene Defizit auszugleichen, dass in dieser zweifelsohne entstehen würde, da Schulen ja staatliche Betriebe sind.

Mit anderen Worten: Wenn unsere Kinder nun wieder in die Schule gehen sollen, dann wird diese Maßnahme nicht ergriffen, um ihre physische und psychische Gesundheit und die ihrer Angehörigen zu schützen (man kann nur raten, wie viele Kinder schon einen Elternteil durch Covid-19 verloren haben), sondern unsere Kinder müssen wieder und v.a. unter diesen absolut menschenunwürdigen Bedingung zur Schule gehen, weil ihre Eltern für den Profit in den „gesellschaftlich-lebenswichtigen“ Betrieben (nicht nur in Kurzarbeit) malochen sollen. Man sieht, Profit und Schutz des Menschenlebens fallen hier deutlich auseinander. Der Humanismus der Politiker und Politikerinnen, die das seelische und körperliche Leid unserer Kinder bejammern und deshalb Schulöffnungen fordern, mag subjektiv ehrlich sein, ist aber nicht der objektive Grund für die Rückkehr zum eingeschränkten Schulbetrieb – ansonsten wären die Schulen hygienisch auf den allerneusten Stand gebracht worden, ansonsten wären auch alle für ein halbwegs gutes Leben nicht nötigen Wirtschaftsunternehmen bereits geschlossen (mit einigen Entbehrungen freilich – aber die erleiden wir auch im Normalbetreib und ohne Pandemie).

Da wir diejenigen sind, die entweder aktuell im Betrieb oder im home office arbeiten, oder potentiell Arbeitende, also Arbeitssuchende sind, sind wir auch diejenigen, die diesen verrückten Verhältnissen etwas entgegensetzen können. Diesen Angelpunkt nimmt die Kampagne „ZeroCovid“ zum Anlass, sich zu organisieren und wenigstens einige Minimalforderungen durchzusetzen, wie etwa die Schließung von bestimmten Betrieben bei vollem Lohnausgleich, die kostenlose Bereitstellung von technischen Geräten für alle Kinder im Heimunterricht usw., wodurch bspw. das Aufwachsen unserer Kinder in der Freizeit immens erleichtert würde, weil wieder mehr Kontakt in der Freizeit möglich wäre. Hier wird versucht Druck an allen Hebeln dieser Gesellschaft aufzubauen, und das heißt vor allem in der Wirtschaft. Bei „ZeroCovid“ kämpfen gemeinsam Eltern, Angestellte der Schule, Gewerkschaften, Wissenschaftler, Arbeitslos usw. für bessere Bedingungen in allen möglichen Lebensbereichen. Ich rufe euch deshalb auf, für unser aller Gesundheit in eine gemeinsame Diskussion zu kommen. 

Leitet diesen Brief gerne an alle Eltern, Lehrer und Lehrerinnen sowie Hortner und Hortnerinnen weiter. 

Mit solidarischen Grüßen!

#Schichtgeschichten 10 #CovidAtWork

Einige unserer Unterstützer:innen berichten uns anonym unter dem Hashtag #CovidAtWork von den Erfahrungen vom Arbeiten unter COVID-Bedingungen. Heute veröffentlichen wir Berichte von Menschen die im Büro arbeiten, aus Agenturen und aus dem Kulturbereich.

Meine Erfahrung: Ich bin seit knapp einem Jahr im Home Office, war aber neulich meinen Schlüssel für den shared workspace an einen Kollegen abgeben und habe ihn im Büro getroffen. Kein Desinfektionsmittel, keine Masken, kein Abstand, keine frische Luft, alle vor Ort. Schon vor Covid waren Händewaschen und Lüften dort nicht an der Tagesordnung, aber das hat mich wirklich hoffnungslos gemacht. Ich glaube, in sehr vielen Büros sieht es kein bisschen anders aus.

Ich arbeite in einer Agentur für Digitalisierung – und habe kein Homeoffice. Unsere Mitarbeiter reisen aus allen Ecken NRWs an, natürlich mit der Bahn. Maskenpflicht im Büro – ist nicht. Ich wechsel während des gesamten Tages vielleicht 3 Worte mit unseren Mitarbeitern face-to-face, größtenteils schreiben wir uns, Sprachbarriere. Chef findet es okay, wenn wir uns zu fünft einen 10qm-Raum teilen, er sehe das nicht so kritisch. Er findet es auch nicht schlimm, dass Kunden anderer Unternehmen in unserem Flur stehen, ohne Maske, er fühle sich nicht betroffen. Die Putzfrau kommt 2x die Woche und wischt mit nur einem Lappen durch unzählige Büros. Ich frage ihn auf Bitte aller Mitarbeiter zum x-ten Mal, “warum sind wir immer noch nicht im Homeoffice?!” – ich solle rational denken, die Firma könne es sich nicht erlauben alle ins Homeoffice zu schicken. Aha. Warum? Die Produktivität sei nicht gegeben. Aha. Ich wiederhole: wir programmieren, wir DiGiTaLiSiErEn. Dann fahr ich halt jeden Tag mit Bauchschmerzen Bahn, weil ich zur super special “Risikogruppe” gehöre, laut Arzt. Chef sagt aber “Quatsch”. Alles klar. Von der Bahnstation zur Arbeit seh ich, wie Woche zur Woche die Metadon-Schlange vorm Gesundheitsamt länger wird, weil das Hero nicht mehr in die Stadt kommt. Spritzen werden in Pfützen gereinigt und Obdachlose betteln verzweifelt auf Knien, weil NICHTS mehr geht. Fuck. Ich steppe mit noch mehr Bauchweh ins Büro, desinfiziere erstmal Klinken, mein Chef kommt nach ner angenehmen SUV-Fahrt rein: “Und, was hast du dir zum Black Friday gegönnt?

Leider gibt es Chef*innen, die Coronaleugner*innen sind. Das macht es für die Angestellten in der Pandemie noch schwerer.

Ich wollte einfach mal ganz kurz berichten, wie es mir als Designerin während der Pandemie geht.In meinem Betrieb wäre Home Office ohne Probleme möglich, jedoch ist mein Chef Corona-Leugner und möchte keine, wie er sagt „finanziellen Einbußen“ durch Home Office machen. Daher wird sich nicht an die Verordnung gehalten. Masken werden auch getragen, wie man gerade lustig ist. Lüften nicht immer möglich.Mir sind die Hände gebunden. Würde ich unter dem genannten Hashtag öffentlich berichten, würde ich meinen Job riskieren. Würde ich meinen Arbeitgeber melden ebenfalls.
Auch das sind Erfahrungen, die Arbeitnehmer*innen gerade machen müssen.

Auch gegenüber Angehörigen der Risikogruppe wird nicht mehr Rücksicht genommen:

Es macht mich immer noch sprachlos, da ich im Kulturbereich in einem Unternehmen tätig bin, in der sich am laufenden Band über die „Restriktionen” der Regierung beschwert und die Pandemie verharmlost oder gar ignoriert wird. Ich selbst gehöre zur Risikogruppe, was bei mir im Unternehmen alle wissen. Trotzdem gilt Anwesenheitspflicht an bestimmten Tagen der Woche. An einem fixen Tag sollen alle Mitarbeiterinnen zusammenkommen. Online-Meetings hält man für nicht zielführend. Während der Meetings hält sich niemand an die Hygienemaßnahmen – beim Betreten morgens kein Lüften, kein Händewaschen, kein Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Es werden Mitarbeiterinnengeburtstage gefeiert als gäbe es gar keine Pandemie. In einemungelüfteten Raum saßen wir mit knapp 10 Personen dicht an dicht für 1 Stunde beisammen. Auch bei Mitarbeiterbesprechungen werden die Abstandsregeln missachtet. Der Hinweis, dass man das nicht möchte, wird kontinuierlich überhört und dem Wunsch nach Homeoffice einfach nicht nachgekommen. Zudem bin ich auf den ÖPNV angewiesen, den ich zur Hauptstoßzeit nutzen muss, um ins Büro zu kommen.
Mir ist schleierhaft, dass man seit fast einem Jahr die aktuelle pandemische Situation schlichtweg als Arbeitgeber ignoriert und Sonderregelungen für sich rausnimmt und seine Strukturen innerhalb des eigenen Unternehmens nicht anpassen möchte. Bis vor zwei Monaten wurde das Virus auch noch verharmlost und unter medialer Panikmache abgestempelt. Es sind also nicht nur die größeren wirtschaftlichen Unternehmen, sondern auch die kleineren, aus dem Kultursektor stammenden. Das frustriert mich am meisten, da nach außen hin den Kunden progressive und digitale Arbeitsformen gepredigt werden aber nach innen hin nichts von alledem umgesetzt wird.

Über das Nicht-reagieren der Chef*innen auf die pandemische Lage berichten auch verschiedene Leute aus Werbeagenturen:

Ich arbeite in einer kleinen Werbeagentur mit ca. 10 Mann. Leider wurde seit Beginn der Pandemie im März nicht ein einziges mal etwas offizielles diesbezüglich von der Geschäftsleitung kommuniziert. Die Mitarbeiter haben sich teilweise selbst in Homeoffice begeben. Teilweise auch nicht.
Im Sommer wurde dann wieder Präsenz erwartet.
Jetzt sind wir wieder (teilweise) im Homeoffice. Im Büro wird keine Maske getragen. Auch Besprechungen und sogar Kundentermine finden ohne jegliche Schutzmaßnahmen statt. Der verbliebene Teil der Mitarbeiter geht sich auch nicht gerade aus dem Weg.

Ich arbeite u.a. als freiberuflicher Grafiker in einer Werbeagentur. Auf einem Schreibtisch steht privat ein 50 ml Fläschchen Desinfektionsmittel. Von der Geschäftsführung kommt: Kein Abstand, keine Masken, kein Desinfektionsmittel, kein Lüften (huch, es ist kalt!). Also alles wie vor der Pandemie.

Danke für eure Zuschriften! Es macht uns als #ZeroCovid Kampagne Mut, dass ihr diese schlechten Arbeitsbedingungen nicht hinnehmen wollt und öffentlich macht. Wenn ihr uns Beiträge zusenden wollt, schreibt an zerocovid@gmx.net.

Pressemitteilung vom 19.02.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sabine Teng, Pressesprecherin bei der ZeroCovid-Kampagne antwortet mit einem Offenen Brief unter dem Titel “Sie gehen über Leichen – Profit ist nicht wichtiger als Menschenleben! Treten Sie zurück, Herr Hüther!” auf das am Mittwoch veröffentlichte Konzept zur Pandemie-Bekämpfung des Instituts der deutschen Wirtschaft. Die Pressesprecherin fordert den  Rücktritt von Michael Hüther als Institutsdirektor aufgrund dessen menschenfeindlicher Haltung. Sabine  Teng erläutert: “Das Institut für deutsche Wirtschaft plädiert dafür,  hinsichtlich der Corona-Pandemie “eine gewisse Sterblichkeit hin[zu]nehmen”. Für die bereits mehr als 2 Millionen Menschen, die an Corona gestorben sind, hat das Institut nur ein Achselzucken übrig. Aus unserer Sicht ein Skandal: Das Institut der deutschen Wirtschaft geht zugunsten des Profits buchstäblich über Leichen!”

Herr Hüther, Direktor des Instituts, wird in den Medien zitiert dem Hinweis auf das angeblich hohe Alter der meisten Corona-Toten, von denen knapp 90 Prozent 70 Jahre
oder älter seien. Sabine Teng kommentiert: “Offenbar sind Herrn Hüther Menschenleben nur dann etwas wert, wenn sie im arbeitsfähigen Alter sind. Die Sorgen der älteren, behinderten und vorerkrankten Menschen interessieren die Unternehmenslobby nicht. Aus unserer Sicht ein moralischer Bankrott. Wir fordern Herrn Hüther daher zum sofortigen Rücktritt auf!” Den kompletten Wortlaut des Offenen Briefs finden Sie untenstehend.

Aus Sicht von Sabine Teng ist dies keine rein ethische Frage – mit einem solchen Konzept könne auch das Ziel, die Pandemie zu beenden, nicht erreicht werden: “Das ineffektive Konzept des Instituts der deutschen Wirtschaft ist nicht in Lage, die Pandemie wirksam zu bekämpfen. Ein Grund mehr, endlich die nicht-lebensnotwendigen Bereiche der Wirtschaft kurzfristig einzustellen – das wäre eine effektive Prävention hunderttausender Infektionen. Wir werden uns daher weiter mit zahlreichen Aktionen für eine solidarische Auszeit der Wirtschaft einsetzen.” Die Kampagne entwickelt dazu momentan einen eigenen Stufenplan, der in Kürze der Presse präsentiert werden soll.

Den Aufruf der Kampagne #ZeroCovid haben mittlerweile mehr als 100.000 Menschen unterschrieben. #ZeroCovid fordert einen kurzfristigen europaweiten, solidarischen Shutdown mit dem Ziel, die Neuinfektionen auf Null zu drücken und so die Pandemie nachhaltig zu überwinden. Zur Finanzierung sollen Sonderabgaben auf Unternehmensgewinne und sehr hohe Vermögen erhoben werden.

Bei Interviewanfragen können Sie sich auch immer gerne an zerocovid@gmx.net wenden.

Offener Brief von Sabine Teng, Pressesprecherin der ZeroCovid-Kampagne an das Institut der deutschen Wirtschaft:
Sie gehen über Leichen – Profit ist nicht wichtiger als Menschenleben! Treten Sie zurück, Herr Hüther!

Herr Hüther, als Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft sind Sie zum Thema Pandemie regelmäßig in den Medien. Nun haben Sie ein eigenes Konzept zum Umgang mit Corona vorgestellt. Was würden vernünftige Menschen fordern, wenn mehr als 60.000 Menschen eines Landes, weltweit mehr als 2 Millionen an einer vermeidbaren Krankheit gestorben sind? Klare Gegenmaßnahmen einleiten – innovative Konzepte, die das Sterben möglichst schnell und nachhaltig beenden. Was jedoch schlagen Sie als einer der führenden deutschen Wirtschafts-Vertreter vor? Sie plädieren nicht nur für ein “Weiter so” dieser gescheiterten Politik des “Flatten the curve”, sondern sogar für eine “neue Normalität”, in der zahllose weitere Tote aktiv in Kauf genommen werden. Dies entnehmen wir Ihren Sätzen: „Die vollständige Eliminierung des Virus wird in unserer offenen Gesellschaft nicht gelingen. Deshalb müssen wir ein gewisses Gesundheitsrisiko und leider auch eine gewisse Sterblichkeit hinnehmen, um dauerhaft zur Normalität zurückkehren zu können.“ (Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article226501327/IW-Studie-Das-ist-die-Alternative-zu-No-Covid.html).  Bereits vor einigen Tagen hatten Sie Ihre menschen- und lebensfeindliche Haltung herausposaunt: „Es gibt keinen absoluten Lebensschutz” war damals Ihr Einwand gegen die #ZeroCovid-Kampagne (Quelle: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/corona-strategie-zero-covid-und-no-covid-der-unterschied-zwischen-null-und-nichts/26856468.html). 

Herr  Hüther, ich will keine voreiligen Urteile fällen. Vielleicht sind Sie kein radikaler Sozialdarwinist, und sicher wollen Sie keiner Eugenik das Wort reden. Sie leben aber offensichtlich in einer Gedankenwelt, in welcher der Profit der von Ihnen repräsentierten Unternehmenswelt Vorrang vor dem Leben derer hat, die ihn erarbeiten – oder die gerade nach langer Arbeitsbiografie ihre Rente genießen. Uns haben in den letzten Tagen unter #CovidAtWork viele Berichte aus der Arbeitswelt erreicht von Menschen, denen HomeOffice verweigert wird, denen bei Einfordern von Hygiene-Konzepten mit Kündigung gedroht wird, von Schwangeren, die entgegen ärztlichem Rat Präsenz-Lehre machen müssen, oder von Angehörigen von Risikogruppen, die im Großraum-Büro sitzen müssen (Quelle: https://zero-covid.org/pressemitteilung-vom-10-2-2021).

Um es klar zu sagen: Sie spucken diesen Menschen mit Ihren Aussagen ins Gesicht. All den Angestellten und Arbeiter*innen, die sich Tag für Tag für ihre Chefs großen Gesundheitsgefahren aussetzen. Die sich aufgrund schlechter Hygienemaßnahmen im Betrieb Corona-Infektionen mit schweren Folgeschäden, Nierenerkrankungen etwa, zugezogen haben. Oder die unter ständiger Ansteckungsangst leiden, weil sie nicht von Zuhause arbeiten dürfen. Sie spucken aber insbesondere denen ins Gesicht, die an Corona schwer erkrankt sind oder noch erkranken werden. Denen, die aktuell auf den Intensivstationen liegen. Den Millionen Verstorbenen weltweit. Und den Angehörigen und Freund*innen der Verstorbenen, die in tiefer Trauer um den Verlust dieser unwiederbringlich verlorenen Menschenleben sind.

Sie haben zynischerweise auf das hohe Alter der meisten Corona-Toten verwiesen. Offenbar sind Ihnen Menschenleben nur dann etwas wert, wenn Sie Wert schaffen – Wert und Profit für die deutschen Unternehmen. Sie gehen damit buchstäblich über Leichen! Profit ist aber nicht wichtiger als das menschliche Leben. Herr Hüther, ich fordere Sie auf: Beenden Sie Ihre menschenfeindliche Propaganda. Übernehmen Sie Verantwortung und treten Sie mit sofortiger Wirkung zurück! 

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Teng, Pressesprecherin bei der ZeroCovid-Kampagne 

Homepage der Kampagne mit Erstunterzeichner*innen: https://zero-covid.org
Online-Petition: https://weact.campact.de/p/ZeroCovid
Facebook: https://www.facebook.com/ZeroCovidGerman
Twitter: https://twitter.com/zeroCovid_DACH
Instagram: https://www.instagram.com/zerocovid_de

Offener Brief von Sabine Teng, Pressesprecherin der ZeroCovid-Kampagne an das Institut der deutschen Wirtschaft: Sie gehen über Leichen – Profit ist nicht wichtiger als Menschenleben! Treten Sie zurück, Herr Hüther!

Herr Hüther, als Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft sind Sie zum Thema Pandemie regelmäßig in den Medien. Nun haben Sie ein eigenes Konzept zum Umgang mit Corona vorgestellt. Was würden vernünftige Menschen fordern, wenn mehr als 60.000 Menschen eines Landes, weltweit mehr als 2 Millionen an einer vermeidbaren Krankheit gestorben sind? Klare Gegenmaßnahmen einleiten – innovative Konzepte, die das Sterben möglichst schnell und nachhaltig beenden. Was jedoch schlagen Sie als einer der führenden deutschen Wirtschafts-Vertreter vor? Sie plädieren nicht nur für ein “Weiter so” dieser gescheiterten Politik des “Flatten the curve”, sondern sogar für eine “neue Normalität”, in der zahllose weitere Tote aktiv in Kauf genommen werden. Dies entnehmen wir Ihren Sätzen: „Die vollständige Eliminierung des Virus wird in unserer offenen Gesellschaft nicht gelingen. Deshalb müssen wir ein gewisses Gesundheitsrisiko und leider auch eine gewisse Sterblichkeit hinnehmen, um dauerhaft zur Normalität zurückkehren zu können.“ (Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article226501327/IW-Studie-Das-ist-die-Alternative-zu-No-Covid.html).  Bereits vor einigen Tagen hatten Sie Ihre menschen- und lebensfeindliche Haltung herausposaunt: „Es gibt keinen absoluten Lebensschutz” war damals Ihr Einwand gegen die #ZeroCovid-Kampagne (Quelle: https://www.wiwo.de/politik/deutschland/corona-strategie-zero-covid-und-no-covid-der-unterschied-zwischen-null-und-nichts/26856468.html). 

Herr Hüther, ich will keine voreiligen Urteile fällen. Vielleicht sind Sie kein radikaler Sozialdarwinist, und sicher wollen Sie keiner Eugenik das Wort reden. Sie leben aber offensichtlich in einer Gedankenwelt, in welcher der Profit der von Ihnen repräsentierten Unternehmenswelt Vorrang vor dem Leben derer hat, die ihn erarbeiten – oder die gerade nach langer Arbeitsbiografie ihre Rente genießen. Uns haben in den letzten Tagen unter #CovidAtWork viele Berichte aus der Arbeitswelt erreicht von Menschen, denen HomeOffice verweigert wird, denen bei Einfordern von Hygiene-Konzepten mit Kündigung gedroht wird, von Schwangeren, die entgegen ärztlichem Rat Präsenz-Lehre machen müssen, oder von Angehörigen von Risikogruppen, die im Großraum-Büro sitzen müssen (Quelle: https://zero-covid.org/pressemitteilung-vom-10-2-2021).

Um es klar zu sagen: Sie spucken diesen Menschen mit Ihren Aussagen ins Gesicht. All den Angestellten und Arbeiter*innen, die sich Tag für Tag für ihre Chefs großen Gesundheitsgefahren aussetzen. Die sich aufgrund schlechter Hygienemaßnahmen im Betrieb Corona-Infektionen mit schweren Folgeschäden, Nierenerkrankungen etwa, zugezogen haben. Oder die unter ständiger Ansteckungsangst leiden, weil sie nicht von Zuhause arbeiten dürfen. Sie spucken aber insbesondere denen ins Gesicht, die an Corona schwer erkrankt sind oder noch erkranken werden. Denen, die aktuell auf den Intensivstationen liegen. Den Millionen Verstorbenen weltweit. Und den Angehörigen und Freund*innen der Verstorbenen, die in tiefer Trauer um den Verlust dieser unwiederbringlich verlorenen Menschenleben sind.

Sie haben zynischerweise auf das hohe Alter der meisten Corona-Toten verwiesen. Offenbar sind Ihnen Menschenleben nur dann etwas wert, wenn Sie Wert schaffen – Wert und Profit für die deutschen Unternehmen. Sie gehen damit buchstäblich über Leichen! Profit ist aber nicht wichtiger als das menschliche Leben. Herr Hüther, ich fordere Sie auf: Beenden Sie Ihre menschenfeindliche Propaganda. Übernehmen Sie Verantwortung und treten Sie mit sofortiger Wirkung zurück! 

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Teng, Pressesprecherin bei der ZeroCovid-Kampagne 

Pressemitteilung vom 15.02.2021

Aktive Gewerkschafter:innen unterstützen Forderungen der Kampagne #ZeroCovid

Die Kampagne »#ZeroCovid: Für einen solidarischen europäischen Shutdown« hat auch innerhalb der Gewerkschaften großen Anklang gefunden. Eine Vielzahl aktiver Kolleg:innen aus verschiedenen Sparten und Betrieben haben sich mit einem eigenen, gewerkschaftlichen Aufruf der Kampagne angeschlossen.

Vor allem die Themenkomplexe Arbeitsschutz und Krisenhilfe vermissen die Gewerkschafter:innen in der aktuellen Pandemiebekämpfung: »Wir hören von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, dass selbst einfachste Hygienebestimmungen am Arbeitsplatz nicht eingehalten werden können und Arbeitgeber die notwendige Schutzausrüstung nicht zur Verfügung stellen« so Stefan Dietl von der Initiative »Gewerkschafter:innen für einen solidarischen europäischen Shutdown«. So ist es auch nicht verwunderlich, dass aus zahlreichen Betrieben Berichte vorliegen, die nahelegen, dass der Arbeitsplatz ebenfalls ein Hauptfaktor für das Infektionsgeschehen ist. Das ist auch den zahlreichen eingesendeten und unter dem Hashtag #CovidAtWork in loser Folge veröffentlichten Erfahrungsberichten betroffener Kolleg:innen zu entnehmen.

Die Forderung des Aufrufs lautet daher: die Bekämpfung der Pandemie darf nicht länger auf dem Rücken von abhängig Beschäftigten, Kleinstunternehmer:innen und Solo-Selbstständigen stattfinden. Statt immer neuer Beschränkungen des Privatlebens sollen die Betriebe nicht notwendiger Wirtschaftsbereiche ebenfalls schließen. In diesem Zusammenhang bringt die Initiative erneut ein umfassendes Sozialpaket zur Absicherung der Beschäftigten ins Gespräch: »Zu Hause bleiben kann nur, wer finanziell abgesichert ist. Dies ist nur mit einer deutlichen Anhebung des Kurzarbeitergeldes – im besten Falle auf 100 Prozent – sowie die Einführung eines Mindestkurzarbeitergeldes realisierbar. Gleichzeitig muss der Kündigungsschutz und die Unterstützung für Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer bzw. Solo-Selbstständige ausgeweitet werden.« so Dietl weiter.

Den Aufruf haben bisher Gewerkschaftssekretär:innen, Betriebs- und Personalräte, Jugendvertretungen, Vertrauensleute, andere ehrenamtliche Aktive sowie ganze Gremien aus verschiedenen Einzelgewerkschaften des DGB unterzeichnet.

Die Initiator:innen des Aufrufs nehmen unter der E-Mail-Adresse zerocovid-gewerkschaft@immerda.ch weitere Unterstützer:innen entgegen. Unter Angabe des Orts, eventuell der Gewerkschaft und ausgeübter Funktion können sich Unterstützer:innen unter den Aufruf setzen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

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