Hashtag-Kampagne zum 8. März #SorgeGeschichten #CarePakete

Am Montag, den 8. März, machen wir die nächste #ZeroCovid-Hashtagkampagne auf Twitter, Instagram und Facebook. Hier ist der Aufruf. Reicht ihn gerne an Freund*innen und Genoss*innen weiter. 

Sorgearbeit in Zeiten von Corona: Frauen und Queers sind überproportional stark in den Berufen vertreten, die in der Pandemie Pflege- und Sorgearbeit leisten. Als sogenannte ‘Frontliner’ bekamen sie Applaus, während sich ihre bereits prekären Arbeitsbedingungen weiter verschärft haben. Der als weiblich definierte Pflegebereich ist gesellschaftlich noch immer abgewertet – trotz seiner zentralen Bedeutung während einer Pandemie. Gerade in diesem Bereich arbeiten oft prekarisierte, migrantisierte Frauen. 
Im vermeintlich privaten Raum von Familie und Beziehungen leisten Frauen noch immer den Großteil aller Pflege-, Betreuungs- und Sorge-Arbeit. Durch die Schließung öffentlicher Einrichtungen, ohne nennenswerte Alternativ- und Unterstützungs-Angebote, hat diese privatisierte Care-Arbeit während der Pandemie immens zugenommen. Auch in scheinbar progressiven Beziehungen sind es meist Frauen, die sowohl die praktische als auch die emotionale Sorgearbeit leisten. Häusliche Gewalt hat zugenommen, ohne dass die sowieso schon mangelhaften Hilfsangebote ausreichend verstärkt würden. Die Geschlechterungleichheit hat sich in Zeiten von Corona weiter verschärft.
Auch deswegen braucht es endlich einen solidarischen Weg hin zu einem Ende der Pandemie!

Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben zu einer Endlos-Schleife von Lockdown und Lockerung geführt, nicht aber zu einem absehbaren Ende der Pandemie. Die widersprüchlichen und unzulänglichen Maßnahmen zeigen deutlich, dass Fürsorge für die aktuelle Politik keine Priorität darstellt. Lasst uns dagegen die notwendige Care-Arbeit in Pflege und Betreuung und die Sorge füreinander ins Zentrum einer solidarischen Pandemie-Politik stellen!

Macht mit bei der #ZeroCovid Hashtag-Kampagne zum 8. März!

Erzählt von eurer Situation; vom Widerspruch, dass die von euch täglich geleisteten Tätigkeiten unabdingbar für das Funktionieren der Gesellschaft sind und trotzdem gesellschaftlich abgewertet werden; von den Schwierigkeiten der Sorgearbeit während einer Pandemie-Politik, die Fürsorge verstärkt den Einzelnen überlässt und die kapital- statt menschenfreundlich ist: Hashtag #SorgeGeschichten.

#ZeroCovid steht für eine Gesundheitspolitik, die niemanden zurücklässt – weder durch vermeidbare Ansteckungen noch durch Maßnahmen, deren negative Konsequenzen allein der privaten Bewältigung überlassen werden und dadurch soziale Ungleichheiten verschärfen! Postet eure Ideen und Forderungen für eine solidarische Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen unter dem Hashtag #CarePakete. Schreibt uns gerne auch eine Email an zerocovcares@posteo.de.

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