Pressemitteilung vom 19.01.2021

ZeroCovid: Über 65.000 Unterschriften für einen europäischen, solidarischen Shutdown innerhalb weniger Tage

Solidarischer Shutdown statt ermüdender Endlos-Lockdown mit immer weiteren Toten. Die Kampagne #ZeroCovid verlangt vom Bund-Ländertreffen:

  • Sofortige Pause aller nicht unmittelbar für die Daseinsvorsorge notwendigen Betriebe
  • Schnellstmögliche Senkung der Fallzahlen in Richtung Null auch gegen kurzfristige Wirtschaftsinteressen
  • Keine autoritären Ausgangssperren von zweifelhafter Wirkung

Die Kampagne #ZeroCovid fordert vom heutigen Bund-Ländertreffen die Wende zu einer solidarischen Zero-Covid-Strategie. Dazu Roman Hergarten, Altenpfleger und Aktivist in der #ZeroCovid-Kampagne:

„Viel zu viele Menschen treffen tagsüber in den Büros und Werkshallen aufeinander, nicht nachts auf den ohnehin leeren Straßen. Deswegen brauchen wir jetzt keine autoritären Alibi-Maßnahmen, sondern einen Shutdown, der tatsächlich wirkt: Alle Betriebe, die nicht unmittelbar für die grundlegende Daseinsfürsorge notwendig sind, müssen eine mehrwöchige Pause einlegen.“

Rebecca Maskos, Erstunterzeichnerin mit Behinderung und wissenschaftliche Mitarbeiterin, macht die Dringlichkeit der Forderungen der Kampagne deutlich:

„Die Pandemie nur zu verlangsamen, anstatt sie zu stoppen, riskiert den Tod vieler alter, chronisch kranker oder behinderter Menschen. Ich möchte nicht länger einer tödlichen Gefahr ausgesetzt werden, weil Bundes- und Landesregierungen der Mut fehlt, die Wirtschaft auf Pause zu stellen. Täglich sterben bis zu 1200 Menschen an Covid-19, das kann nicht gegen Wirtschaftsinteressen aufgerechnet werden.“

Christina Zacharias, Krankenpflegerin und ebenfalls bei #ZeroCovid aktiv, ergänzt:

„Die notwendige Pause für die Unternehmen muss solidarisch finanziert werden durch einen vollen Lohnausgleich. Nur lebensnotwendige Betriebe dürfen unter maximalem Infektionsschutz weiterlaufen. Die Gesundheit von Millionen muss Vorrang vor den Profiten der Unternehmen haben. Home-Office ist besser als Ansteckung am Arbeitsplatz, aber bürdet ebenfalls die Lasten einseitig den Beschäftigten auf.“

ZeroCovid fordert einen europaweiten, solidarischen Shutdown mit dem Ziel, die Neuinfektionen auf Null zu drücken und so die Pandemie nachhaltig zu überwinden. Nur so könnten persönliche, kulturelle und politische Freiheiten und Aktivitäten zügig wiederhergestellt und psychologische Ermüdungserscheinungen bekämpft werden. Die Wirtschaft soll so weit wie möglich heruntergefahren und ein umfassendes „Rettungspaket für alle“ geschnürt werden. Zur Finanzierung sollen Sonderabgaben auf Unternehmensgewinne und sehr hohe Vermögen erhoben werden.

Den Aufruf der Kampagne #ZeroCovid haben seit dem 14.1.2021 mehr als 60.000 Menschen unterschrieben.

Homepage der Kampagne mit Erstunterzeichner*innen: https://zero-covid.org
Online-Petition: https://weact.campact.de/p/ZeroCovid
Facebook: https://www.facebook.com/ZeroCovidGerman
Twitter: https://twitter.com/zeroCovid_DACH
Instagram: https://www.instagram.com/zerocovid_de

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